Arbeitswelt: Gig-Economy – Angestellte auf Ad-hoc-Basis nehmen zu

Disruption, Industrie 4.0 und Digitalisierung werden sich auf die gesamte Arbeitswelt auswirken. Aktuelle Studien belegen den Trend hin zum freiberuflichen Arbeiten auf Zeit. Ist die Festanstellung im Job ein Auslaufmodell?

Hinter der Überschrift „Der Aufschwung der Freiberuflichkeit“ hat Regus Ergebnisse aus einer Umfrage und aus verschiedenen Trendstudien u. a. zum Thema Arbeitswelt und Gig-Economy verarbeitet. „Laut eines Berichtes aus dem Jahr 2016 des McKinsey Global Institute haben ganze 20-30 Prozent der europäischen und US-amerikanischen Arbeitnehmer bereits eine freiberufliche Beschäftigung ausgeführt ‑ und diese Zahl ist nicht nur durch Überflieger wie Uber begründet. Wir sehen eine Verschiebung beider Komponenten, Unternehmensstrategie sowie Arbeitseinstellung des Personals, die unsere Art Geschäfte zu machen auf positive Weise verändert.“

Ein entscheidender Grund für den Anstieg an Freiberuflern liegt an dem zunehmenden Wunsch nach mehr Freiheit und Kontrolle. Ungefähr 61 Prozent aller Befragten, die an der Umfrage („Great Big Survey“) von Regus teilnahmen ‑ darunter 40.000 Arbeitnehmer aus aller Welt ‑ gaben an, dass der Wunsch nach einer gesunden Work-Life-Balance die Möglichkeit flexibler zu arbeiten so attraktiv mache.

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Gig-Economy – der unabhängige Unternehmergeist

Arbeitnehmer wollen außerdem selbstbestimmter arbeiten, um eigene Ziele verfolgen zu können. Diese Daten können Leser dem Bericht OECD’s Entrepreneurship at a Glance 2015 entnehmen, für den Menschen zwischen 18-64 aus 41 verschiedenen Ländern befragt wurden. Durch diese Studie fand man heraus, dass 48 Prozent der befragten Männer und 36 Prozent der befragten Frauen eher ihr eigenes Unternehmen gründen würden, statt für jemand anderen zu arbeiten.

Die Menschen hinter der „Gig-Economy“ (Freiberufler auf Ad-hoc-Basis rekrutieren) waren wahrliche Vorreiter: Sie erkannten schon früh den Wert eines unabhängigen Unternehmergeistes und packten die Gelegenheit beim Schopf. Im Grunde kann jedes Unternehmen ein solches System nutzen, das den eigenen Arbeitskräften zu Gute käme. Es gibt auch schon Hinweise darauf, dass einige Unternehmen diesen Prozess bereits gestartet haben. Ungefähr 42 Prozent aller von Deloitte befragten Führungskräfte gaben an, dass sie in den nächsten fünf Jahren mehr Angestellte auf Ad-hoc-Basis einstellen wollen, dem Bericht Global Human Capital Trends 2016 zu Folge.

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Dabei geht es nicht nur darum, den Bedürfnissen der Arbeitnehmer gerecht zu werden. 58 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass der Abbau von Festangestellten ein essentieller Faktor, innerhalb der Planungsstrategien infolge der Rezession, ist. Es hilft ihnen außerdem, flexibler zu agieren, wenn sie ihr Personal je nach Bedarf aufstocken bzw. reduzieren können, um somit der Nachfrage und aktuellen Branchenentwicklungen gerecht zu werden.

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Coworking Spaces werden zu kreativen Netzwerken

Um eine größere Anzahl an freiberuflichen Mitarbeitern zu beschäftigen, sind Unternehmen bereit Ihre Arbeitsumgebung umzustrukturieren. Aus der von PwC geführten Umfrage aus dem Jahr 2016 „Emerging Trends in Real Estate ging hervor, dass immer mehr Unternehmen auf hochwertige, flexible und voll ausgestattete Büroräume angewiesen sind. Dies ermögliche es ihnen, ihren Personalbestand spontan zu vergrößern oder zu verkleinern.

Das kommt auch den Arbeitnehmern zugute, da ihnen somit Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt wird, an dem sie spontan Geschäfte machen und mit anderen zusammenarbeiten können ‑ anstatt die Arbeit mit nach Hause zu nehmen. Dies fördert nicht nur die Produktivität, sondern auch das Wohlbefinden. Ca. 84 Prozent aller Befragten innerhalb der „Great Big Survey“ von Regus gaben an, dass sie sich durch die Coworking Spaces weniger einsam fühlen, und 53 Prozent finden, es helfe ihnen, Stress zu reduzieren.

Als weiteren Schritt sollte auch sichergestellt sein, dass diesen flexiblen, oft wechselnden Teams eine möglichst kreative und produktive Arbeitsumgebung zur Verfügung steht. Laut des Deloitte-Berichts Human Capital Trends von 2017 sollten Management-Hierarchien deshalb reduziert und stattdessen auf Gruppen gesetzt werden, die ein leistungsstarkes Netzwerk bieten, welches offen für schnelle und häufige Veränderungen ist.

Innerhalb dieser Netzwerke wird eng zusammen gearbeitet, um Projekte vollständig abzuschließen, bevor man wieder getrennte Wege geht oder die nächste Aufgabe in Angriff nimmt. Dies erfordert eine flexible und kreative Arbeitsumgebung, die sich an die neuen Herausforderungen und Chancen von Morgen anpasst. „Wir sind überzeugt, dass unsere Coworking Spaces und deren Anmietung auf kurze Zeit die Lösung für die vorhersehbare Zukunft des Arbeitens darstellt.“

(Quelltext/Source: Regus plc (Aktiengesellschaft))

(Copyright Artikelbild: byBlickwinkel-Düsseldorf)

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