Deutschland im internationalen Digital-Ranking auf Platz 2

Deutschland ist hinter den USA die Nummer 2 im Euler Hermes Digital EDI-Ranking 2018 zum Thema Digitalisierung. Vor allem die  solide Logistik-Infrastruktur, ein hoher Vernetzungsgrad und gutes Grundlagenwissen werden die Digitalisierung weiter beschleunigen. Damit stehen die Ampeln im weltweiten Vergleich auf Grün.

Euler Hermes hat für seinen „Enabling Digitalization Index“ (EDI) 2018 in 115 Nationen analysiert, wie gut die Rahmenbedingungen für Unternehmen sind, um sich in einem zunehmend digitalisierten globalen Umfeld erfolgreich weiterentwickeln zu können. Der Index basiert auf Länderanalysen bezüglich der Regulierung, des digitalen Bildungsgrads, der Vernetzung, der Infrastruktur und der Marktgröße. USA, Deutschland und die Niederlande führen das Ranking 2018 an.

Die USA an der Spitze der digital-agilen Nationen: Mit 87 von insgesamt 100 Punkten führen die Vereinigten Staaten das EDI-Ranking 2018 mit Abstand an. Die USA profitieren von der Marktgröße, einem hohen Grundlagenwissen und einem positiven Geschäftsklima. Das sind drei von insgesamt fünf Hauptkriterien für ein erfolgreiches Umfeld der digitalen Transformation.

Die fünf Hauptkriterien für eine erfolgreiche Kultur der Digitalisierung

  1. Regulierung: Basiert auf dem “Distance To Frontier”-Indikator (Worldbank Doing Business Studie). Der Indikator untersucht Regulierungsaspekte, die für Digitalisierung bedeutsam sind, zum Beispiel Kreditwürdigkeit oder Schutz für Minderheitsinvestoren.
  2. Grundlagenwissen: Basiert auf dem Hochschul- und Ausbildungs-Index (Sekundär- und Tertiäreinschulungsraten, Qualität des Bildungssystems und Einsatz von Mitarbeiterschulungen) und dem Innovations-Index („F&E“ von Unternehmen, Zusammenarbeit zwischen Universitäten und der Privatwirtschaft, Gesetze zum Schutz geistigen Eigentums), der vom World Economic Forum entwickelt wurde.
  3. Konnektivität: Basiert auf vier Indikatoren: der Anteil von Internetnutzern in der Gesamtbevölkerung, die Zahl von Mobiltelefon-Verträgen, die Zahl von Festnetz-Anschlüssen pro 100 Personen sowie die Zahl der sicheren Server pro 100 Personen.
  4. Infrastruktur: Basiert auf dem Logistic Performance Index (Worldbank Doing Business Studie).
  5. Größe: Basiert auf der Zahl der Internetnutzer und deren Einkommen (im Vergleich zum nominalen BIP).
Westeuropa überzeugt vor allem mit den Vorteilen eines Binnenmarktes

 

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Quelle: World Bank, WEF, Euler Hermes

 

Westeuropa ist weltweit führend, wenn es darum geht, die besten Rahmenbedingungen für Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung zu schaffen: 16 westeuropäische Nationen landeten unter den besten 30 des EDI-Länderrankings. Nach den USA komplettieren Deutschland, die Niederlande, die Schweiz und Großbritannien die Top 5. Mit einheitlichen Handelsregeln, einer guten logistischen Infrastruktur und einem ausgeprägten Grundlagenwissen scheinen sich die Rahmenbedingungen der Europäischen Union dabei vorteilhaft auszuwirken.

In der asiatisch-pazifischen Region herrscht ebenfalls ein digitalisierungsfreundliches Umfeld: Acht Länder sind unter den 30 Top-Nationen der EDI-Rangliste vertreten. Vordere Plätze belegen Japan (7.), Singapur (8.), Hongkong (9.), Südkorea (10.) und China (17.), gefolgt von Australien, Neuseeland und Malaysia.

In Lateinamerika sind laut EDI-Analyse ein schwacher Vernetzungsgrad, eine lückenhafte logistische Infrastruktur und ein niedriger Innovationsgrad auf dem digitalen Wissensgebiet die größten Schwachstellen. Die beiden besten lateinamerikanischen Länder im Ranking sind Chile (43.) und Mexiko (52.), die aufgrund eines relativ günstigen Wirtschaftsklimas und im Fall von Mexiko bezüglich der Marktgröße hervorstechen.

Die höchst platzierte Nation im Nahen Osten sind die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), im EDI auf Platz 24. Aufgrund ihrer strategischen Position als Handelsdrehkreuz verfügt das Land über eine beeindruckende Infrastruktur. Als nächstplatzierte Länder der Region folgen Saudi-Arabien auf Platz 50 und Ägypten auf Platz 80.

Gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft

Ron van het Hof, CEO Euler Hermes DACH: „Der künftige Erfolg vieler Unternehmen hängt davon ab, wie schnell sie bei der Digitalisierung Fahrt aufnehmen können. In Deutschland gewinnen einige Firmen langsam an Tempo, viele sind dagegen schon mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs. Unsere Studie zeigt, dass Deutschland sehr gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft bietet, die Digitalisierung weiter zu beschleunigen. Damit stehen die Ampeln im weltweiten Vergleich auf Grün.“

(Quelle: Euler Hermes ist weltweiter Marktführer im Kreditversicherungsgeschäft und anerkannter Spezialist in den Bereichen Kaution, Garantien und Inkasso. Das Unternehmen verfügt über 100 Jahre Erfahrung und bietet seinen Kunden umfassende Finanzdienstleistungen an, um sie im Liquiditäts- und Forderungsmanagement zu unterstützen.)

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