Gedächtnistraining: Wie Sie die PIN für Bankkarten und Kreditkarten nicht mehr vergessen

Die Digitalisierung bringt es mit sich: Wer sich Passwörter oder die PIN für elektronische Bankgeschäfte nicht merken kann, hat schlechte Karten. Vor allem wenn man als Reisender im Geschäft oder dem Hotel steht und einem diese verflixte Nummernfolge nicht mehr einfällt.

Mit ein paar Tricks prägt man sich PINs und Passwörter leichter ein und von anderen „Merkstrategien“ lässt man besser die Finger – wie das notieren der Geheimnummer in Kombination mit dem Geburtsdatum.

Die Urlaubssaison steht vor der Tür. Und als Ergänzung zur Bankkarte packen viele Reisende auch eine Kreditkarte mit in die Reisekasse. Beim Bezahlen mit der Kreditkarte reicht als Identitätsnachweis in der Regel die Unterschrift aus, die PIN wird nur beim Geldabheben am Automaten abgefragt – oder? „Das stimmt nur bedingt, da in immer mehr europäischen Ländern die Kreditkartenzahlung mit der PIN zum Standard gehört. Daher verlangen zahlreiche Händler und Gastronomen beim Bezahlen mit der Kreditkarte die Eingabe der Geheimzahl“, erklärt Silke Haack von der Postbank. „Die Kreditkarten-PIN wird heute unter anderem in Skandinavien, den baltischen Staaten, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz und Großbritannien gefordert.“

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(Beim Urlaub in Großbritannien sollte man daran denken, dass beim Bezahlen mit Kreditkarte die Eingabe der PIN erforderlich ist) Bild Nr. 1389, Quelle: Postbank © skynextphoto.

Gerade wenn eine PIN nicht häufig verwendet wird, fällt es besonders schwer, sie sich zu merken. „Viele helfen sich damit, dass sie die PIN irgendwo aufschreiben. Im schlimmsten Fall sogar auf der Rückseite der Karte“, sagt Silke Haack. „Sie wissen nicht, dass dieses Verhalten grob fahrlässig ist und zum Verlust des Haftungsschutzes führt.“ Wichtig: Die Geheimzahl darf niemals zusammen mit der Bankkarte aufbewahrt werden. Denn dies eröffnet Kriminellen den Zugang zum Konto, das dann am Geldautomaten innerhalb weniger Minuten geplündert wird. Der Kontoinhaber haftet in so einem Fall bis zur Sperre der Karte in vollem Umfang für den entstandenen Schaden. „Auch wenn die PIN auf einem Zettel im Portemonnaie verwahrt, im Adressbuch in eine Telefonnummer oder ein Geburtsdatum eingebaut wird, durchschauen Kriminelle dies sehr leicht“, ergänzt Silke Haack.

Mit Tricks und Gedächtnistraining lassen sich PIN und Passwörter merken

Sicherer ist es, die Geheimnummer auswendig zu lernen. Den meisten fällt es leichter, wenn sie sich die PIN zweistellig merken, also 26 und 35 anstatt 2635. Als Gedächtnisstütze kann man zu jeder Zahl ein Ereignis assoziieren, etwa: „Mit 26 habe ich mein Studium beendet, mit 35 geheiratet.“ Ein anderer Trick ist, sich die Geheimzahl in Buchstaben, wie sie sich unter anderem auf einer klassischen Handytastatur finden, zu übersetzen. Dies kann helfen, da man sich meist besser an Texte als an Zahlen erinnern kann. Einige Banken bieten ihren Kunden an, die PIN selbst zu ändern, damit sie besser zu merken ist. Auf keinen Fall sollte man das Geburtsdatum nehmen, da Diebe es meist als Erstes ausprobieren.

Unter dem Slogan „Kopf oder Zettel“ bietet der bekannte Gedächtnistrainer Oliver Geisselhart erstaunliche Tipps zum Merken von Zahlen.

oliver geisselhart gedaechtnistraining

Wenn man Zahlen in Symbole wandelt, kann man eine Geschichte erzählen und sich somit PIN oder Passwörter besser merken. Ein Beispiel: PIN lautet 2853. Der Film dazu könnte evtl. so aussehen: Sie stehen im Schalterraum Ihrer Bank. Plötzlich geht die Tür auf und ein „Schwan“ (Zwei) kommt herein. Er hebt seinen Flügel und holt eine „Sanduhr“ (Acht) darunter hervor. Die stellt er Ihnen auf die „Hand“ (Fünf). Doch Sie wehren sich sofort mit dem „Dreizack“ (Drei).

Eine skurrile Geschichte; jedoch werden Sie sehen, dass man sich diese gut merken kann! Viel Erfolg …

(Quellen: Postbank AG /Presseinformation vom 07.12.2016. TEAMGEISSELHART GmbH).

(Artikelfoto/Kartenterminal: Quelle: Postbank © Dmitriy Shironosov)

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