Ein Schlüssel für Datensicherheit: Virenschutz in Unternehmen

Die Zahlen sind alarmierend: Mehr als 50 % aller Unternehmen in Deutschland wurden in den vergangenen zwei Jahren das Opfer digitaler Angreifer. Ihr Ziel ist Spionage, Datendiebstahl oder sogar Sabotage. Im Fokus stehen dabei längst nicht mehr alleine Großunternehmen, auch viele kleine und mittelständische Unternehmen sind inzwischen regelmäßig das Ziel von Cyberattacken. Der Einfall in die gesicherten Datennetze erfolgt dabei häufig über Schadprogramme.

Der Angriff erfolgt meist aus dem eigenen Netzwerk

Viren bleiben nach wie vor eine der höchsten Bedrohungen. Die Zeit, in dem ein einzelner Hacker in das Netz eines Unternehmens eindringt, ist schon lange vorüber. Heute sind es kriminelle Banden und mitunter auch sogar fremde Regierungen, die gezielt einzelne Unternehmen angreifen. Viren und Trojaner nehmen dabei eine wichtige Schlüsselrolle ein. Sicherheitslücken für unterschiedliche Betriebssysteme sind teilweise frei zugänglich, wirklich brisante werden in illegalen Kreisen zu teilweise hohen Preisen gehandelt.

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Umfassender Schaden durch eine einzige Schwachstelle

Ist ein System erst einmal betroffen, ist es kaum noch zu retten. Es gibt zu viele Methoden, einen geheimen Zugang zu verstecken – wirkliche Sicherheit schafft nur noch eine vollständige Neuinstallation, die ausschließlich vertrauenswürdige Quellen nutzt. Die Kosten für die Beseitigung eines solchen Zugriffs übersteigen nicht selten sogar die des angerichteten Schadens. Als im April 2015 das streng abgeschirmte Netzwerk des Bundestags kompromittiert wurde, musste das gesamte Netzwerk heruntergefahren und Teile der Hardware ausgetauscht werden. Auslöser war eine einzige E-Mail mit einem darin befindlichen Link, der angeblich auf ein Dokument der Vereinten Nationen zeigte.

Während hinter dieser Attacke nach Meinung von Experten ein sehr hoch entwickelter Code steckte, sind die meisten Angriffe auf Unternehmen von eher trivialer Natur. Sowohl die verwendeten Sicherheitslücken wie auch die Software ist meist bereits lange bekannt und wird von aktuellen Virenscannern sofort gemeldet. Deren Einsatz und die regelmäßige, tägliche Aktualisierung sind deshalb nach wie vor das wichtigste Werkzeug, um solche Angriffe bereits im Ansatz zu verhindern.

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Um das richtige Antivirenprogramm für die eigenen Zwecke zu finden, stehen auf Portalen wie Netzsieger unabhängige Tests von Antiviren-Software zur Verfügung. Es gibt im Internet keine vollständige Sicherheit, aber mit einem zuverlässigen Virenprogramm können allerdings nahezu alle gewöhnlichen Bedrohungen abgewehrt und die Sicherheit deutlich erhöht werden. Kein Computer sollte heute ohne entsprechenden Schutz online gehen – für besonders kritische Bereiche sollte dieser noch erweitert werden. Wichtige Kriterien für die Auswahl sind dabei unter anderem die Echtzeit-Analyse von kritischen Erweiterungen wie JavaScript und Flash und der Schutz vor betrügerischen Webseiten, die beispielsweise Anfragen auf unsichere Server umleiten.

Sämtliche Daten sind gefährdet

Ein Zugriff auf das System mit einfachen Nutzerrechten ist bereits bedrohlich – werden diese noch erweitert, droht eine Katastrophe. Moderne Algorithmen zur Verschlüsselung sind prinzipiell sicher, sofern aktuelle Standards verwendet werden. Ist ein Angreifer jedoch in das System vorgedrungen, kann jegliche Kommunikation abgefangen, umgeleitet, dechiffriert oder kopiert werden. Alle sensiblen Daten von Kreditkarten über Kundenkontos und Betriebsgeheimnissen bis zu Cloud-Speicher können spätestens bei einem Zugriff direkt abgezweigt werden. Umso wichtiger ist es für Unternehmen, sich rechtzeitig um eine ausreichende Sicherheit der Daten und Netzwerke zu kümmern. Gerade in Zeiten, in denen über Industrie 4.0 diskutiert wird und flexiblere IT-Systeme im Fokus stehen, wird auch das Thema Datensicherheit nicht unwichtiger.

(Chart-Quelle: Statista GmbH)

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